Bereits in den ersten Minuten nachdem ich von dem traurigen Zwischenfall an der Schule in Winnenden erfuhr, kam mir die Frage in den Sinn wie lange es dieses Mal dauern würde bis die übliche “EGO-Shooter Killerspiele sind der Grund allen Übels auf der Welt”-Diskussion mal wieder ihren lauf nimmt.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, wie man in diesem Artikel auf Golem lesen kann.
Etliche Leute kommen durch PKW Umfälle ums leben. Aber blos weil eine Handvoll Leute nicht mit Ihren Autos umgehen können werden die Straßen nicht gesetzlich leer-reguliert.
Die Diskussion ist einfach müssig. Ich persönlich hatte meinen ersten Kontakt mit so genannten Killerspielen in einem Alter wo Kritiker bestimmt spontan nen Herzinfarkt bekommen hätten. Und hat es mir geschadet? Ich glaube nicht. Komischerweise habe ich das Gefühl das mehr deutsche Behörden Amoklauffantasien bei mir ausgelöst haben als Killerspiele es je könnten.
Aber wenn die liebe Politik nicht weiter wissen, wird halt nach jedem Strohhalm gegriffen. Is ja schlieslich auch Wahlkampfzeit. Welcher Computerspieler hat heute nicht midestens eins dieser verteufelten Spiele auf dem Rechner. Die eigentlichen Gründe welche Menschen dazu bringen so verbittert zu werden und sich aufzugeben werden aufgrund solcher Diskussionen aus dem Fokus verdrängt.
Ich möchte allen Opferfamilien und auch der Familie des Täters mein aufrichtiges Beileid ausdrücken und hoffe das solche Fälle in Zukunft durch eine psychologische Früherkennung vermieden und den potenziellen Tätern eine Perspektive aufgezeigt werden kann bevor er keinen Ausweg mehr sieht.